Wir über uns / Allgemeines
"Zwei Minuten gespielt, noch immer hohes Tempo."
Obermann, Holger
Fußball spielen im fortgeschrittenen Alter wird bislang immer noch mit Übergewichtigkeit und Trainingsabstinenz in Verbindung gebracht. Nach dem Motto „Dicke Bäuche - dünne Beine“  reicht die Zuschreibung in die Milieuspezifik des reinen Arbeitersports, die in feucht-fröhlicher Runde ein bisschen gegen den Ball kicken, aber keinen „richtigen“ Sport mehr betreiben. Ohnehin wird immer noch davon ausgegangen, dass Fußballspielen eine Angelegenheit im Durchschnitt bis Ende 30 Jahre ist.
Alte-Herren und Alt-Senioren Fußball als Bestandteil alltäglicher Lebensweise, Teil I
von Prof. Dr. Jürgen Schwark

Dankenswerterweise räumt Prof. Schwark nach dieser Einführung durch seine Studie mit den genannten Vorurteilen kräftig auf:

„Insgesamt kommen die Spieler damit auf durchschnittlich 90 Fußballtermine pro Jahr. Wir haben es hier alsomit einer Gruppe zu tun, die Fußball im biographischen Kontext beständig in ihren Alltag, man muss wohl genauer sagen - in den Familienalltag integriert hat.“

Realistisch betrachtet kann man unsere Mannschaft irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Polen ansiedeln. Bei unseren Trainingseinheiten sind regelmäßig zwischen 16 und 22 Spieler anwesend, dennoch spielen wir längst nicht an jedem Wochenende. Das liegt zum einen an der langen Winter- und Sommerpause, zum anderen aber auch an beruflichen Verpflichtungen der Wechselschichtler, familiären Terminen und nicht zuletzt am FC Schalke 04, der durch großzügige Abgabe von Dauerkarten an unsere Mitglieder einen regelmäßigen Spielbetrieb torpediert. Zudem gelten die gleichen Bedingungen auch für die gegnerischen Manschaften – uns so platzt der eine oder andere schon vor langer Zeit vereinbarte Termin.

In 2006 kamen wir so auf nur xx Begegnungen, von denen yy gewonnen und zz verloren wurden, aa gingen unentschieden aus. Eine Bilanz, die sich nach einem verkorksten Jahr 2005 wirklich sehen lassen kann.